Okt. 1925
Samstag
17

Rückkehr nach erfolgreicher Mission - Notizen von Máire Flanagan

14. Juni

-    Wir setzten unseren sorgfältig geschmiedeten Plan in die Tat um und jagten die riesige Statue Nephren-Kas auf der Baustelle nahe Memphis in die Luft. Tom und David haben es ganz schön spannend gemacht, aber alles verlief reibungslos.


-    Die Nachricht, dass Prinz Snofru in der Mastaba-Anlage seinen Widerstand um sich versammelte, hatte sich offenbar wie ein Lauffeuer verbreitet. Ich spielte den Lockvogel und wir überraschten die Soldaten des Schwarzen Pharaos in einem Hinterhalt. Charles entkam seinem Angriff nur furchtbar knapp. Auf sein Zeichen wirkten Aset und Osare ihren Zauber des „Auges“. Snofru wird ein Gefängnis für seinen Widersacher bauen und eine Pyramide darauf setzen; so könne sein Geist nicht entkommen.


-    Auf Wunsch des Prinzen beschloss Charles hellauf begeistert, im Alten Ägypten zu bleiben. Er trug uns auf, seine Vase auszugraben. Snofru reichte uns ein glimmendes Stück Holz, dessen seltsamer Geruch uns merkwürdige Eindrücke bescherte, aber auch wohlbehalten in die Gegenwart zurückbrachte.


-    Der afrikanische Stammeszauberer Bhundari und sein Schüler Okomo empfingen uns in der Hütte, als seien wir nie fort gewesen. Charles‘ Körper sei plötzlich verschwunden, berichteten sie. Alle Gegenstände, die wir im Alten Ägypten bei uns hatten, blieben wie durch Magie in unserem Besitz. Es war tatsächlich noch immer der 14. Juni 1925. Über Zeitreisen werde ich mir später den Kopf zerbrechen.


-    Auf einmal ertönte vor der Hütte das Knattern eines Flugzeugmotors. Wir stürmten nach draußen und machten Bekanntschaft mit dem soeben gelandeten Piloten, Loois Beaufort. Der Franzose spricht mit einem starken Akzent, hat schwarze Haare, ein vernarbtes (zu diesem Zeitpunkt sehr schmutziges) Gesicht und trägt am Revers das Symbol des Spirit Clubs. Schnell war klar, dass ein neuer Gefährte den Weg zu uns gefunden hatte. Er brachte uns eine rätselhafte Luftaufnahme mit.

 

 

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